Das Herrenhaus.

Das Schloss Rauschendorf, welches auf einen Rittersitz nach Vertreibung der Wenden um 1220 zurückgeht, wurde 1723 als preußischer Landsitz von Hermann Graf von Wartensleben erbaut. Wartensleben, zu dessen Besitz ebenfalls die Ländereien um Baumgarten gehörten, erbaute 1737 auch das Schloss in Meseberg.

Die wechselvolle Geschichte der Besitzer des Schlosses, weisen unter anderen einen Prinzen, Major, Grafen, Baron und einen Brauereibesitzer auf.

Unter ihnen brachte es Major Kaphengst zu einer gewissen Bekanntheit durch seinen eher zwiespältigen Ruf.

Der Brauereibesitzer C.F. Kluge aus Berlin veranlasste um 1860 den Umbau des Schlosses zum zweigeschossigen Neorenaissance Bau durch den Architekten La Pierre. (siehe hist. Ansicht rechts oben)

Ernst von Beyme unter dessen Besitztum der Brand und die Zerstörung des Schlosses fiel, beschloss 1923 den Wiederaufbau als landestypisches Herrenhaus mit barocken Bezügen.

Nach dem Krieg wurde der Bau aufgrund der vielen Flüchtlinge, die im Schloss Unterkunft gefunden hatten, entgegen dem Befehl der sowjetischen Besatzungsmacht nicht abgerissen. Während der DDR-Zeit wurde das Haus genutzt als Gemeindezentrum mit Kindertagesstätte, Poststelle, Friseur-Salon, kirchlich genutzten Räumen und einer Dorfkneipe sowie Wohnungen.

Nach 1990 im Gemeindebesitz befindlich, kam das Schloss 2007 wieder in Privatbesitz.

 

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Schloss Rauschendorf um 1860. Sammlung Duncker
Schloss Rauschendorf um 1860. Sammlung Duncker
Das Herrenhaus in Rauschendorf
Das Herrenhaus in Rauschendorf